Dezember 21, 2013

Gescheiterte Klimawandel PR?

Ein Interview von Axel Bojanowski mit dem Filmemacher und Biologen Rany Olson ist in SPON mit dem Titel überschrieben "Das laaaaangweiligste Thema der Menschheit". Olson meint, dass die »Marke Klimaforschung« möglicherweise bereits verbrannt sei, sich die Öffentlichkeit nicht mehr dafür interessierte.
2008 nahm ein anderer Freund von mir an einer Versammlung von unabhängigen Filmverleihern teil, die mahnten: "Keine Umweltdokumentarfilme mehr!", denn sie hätten kein Publikum. Schließlich verriet mir 2010 ein befreundeter Produzent: "Selbst der Green Channel will keine grüne Programmgestaltung."
Lediglich eine eine eingeschworene Gemeinde, Kimafans genannt, streitet sich als gäbe es kein Morgen:
Einige Blogs sind wirklich erstaunlich. Sie posten etwa einen Kommentar zu einer Grafik über Rekordtemperaturen, die anhand von Jahresringen rekonstruiert wurden, und erhalten daraufhin über tausend Kommentare. Das ist Langeweile in ihrer reinen, kristallinen Form. So etwas könnte sogar einen Roboter in den Selbstmord treiben.
Olsen selbst ist kein Skeptiker, eher das Gegenteil, und macht für das Desaster welches die Klimawissenschaft momentan in der Öffentlichkeit erlebt, vor allem schlechte PR verantwortlich.

Das mag vielleicht in den Vereinigten Staaten so sein, hier in Deutschland können sich die Klimaforscher über mangelnde PR sicherlich nicht beschweren, und trotzdem lockt deren Forschungsgebiet immer weniger Menschen an, wie auch die Beobachtung Olsens bei den unabhängigen Filmverleihern zeigt. Klar, bei gebührenfinanzierten Medien treten solche Marktmechanismen eher weniger auf, doch auch hier spürt man an den Einschaltquoten, dass das Interesse erlahmt ist.

Ist das nur eine temporäre Entwicklung, nur schlechte PR, oder ist die Marke Klimaforschung tatsächlich verbrannt? Ich tippe auf letzteres.

1 Kommentar :

  1. Die Klimaforschung hat alles notwendige und mögliche getan und erklärt:
    Die Situation ist gefährlich, Handeln nowendig.
    Falls wir doch etwas mehr Zeit haben, als vielleicht vor 5-8 Jahren gedacht wurde, macht dass das Handeln umso effektiver. Vielleicht wissen wir aber stattdessen in fünf Jahre, dass die Pause der Erwärmung nachgeholt wurde.

    Das Problem ist die Politik, die nicht handelt, und in zweiter Linie die Fehlsteuerung der öffentlichen Meinung durch ständige Produktwerbung.
    Aber auch Absichten wie internationale Emissionsquoten sind wenig hilfreich, wo man sich leichter auf bestimmte (Mindest-) Maßnahmen zum Klimaschutz einigen könnte.

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