August 21, 2016

Die Mauer - ganz persönlich

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich das erste mal das Datum des Mauerbaus vernahm. Bewusst, meine ich. Wahrscheinlich war es im Alter von sechs oder sieben Jahren, plus minus. 1961, das Jahr des Mauerbaus, wurde von da an eine magische Zahl, ich war nämlich davor geboren, noch vor dem Mauerbau, etwas mehr als ein Jahr. Vor 61 gab es noch Freiheit, rudimentär zwar, nur das wusste ich nicht so richtig, damals. Es gab immerhin die Freiheit den Ort zu wechseln, dorthin zu gehen wohin man hin wollte. Das war etwas unter dem ich mir als Kind den Begriff Freiheit vorstellen konnte. Meinen Eltern habe ich immer vorgeworfen, zugelassen zu haben, dass ich in einem eingemauerten Land aufwachsen musste. Als ich geboren wurde, hätten sie noch gehen können. Verspürten sie keine Verantwortung mir gegenüber? Es war doch absehbar, was unter Kommunistenherrschaft geschieht.

August 16, 2016

Über Kollateralschäden der Integration

„Kindertagesstätte zur Pflicht“ fordert Polizeigewerkschaftschef
Rainer Wendt in seinem Buch, der ehemalige Neuköllner BezirksbürgermeisterHeinz Buschkowsky sagt ähnliches. So geht sie hin, die Freiheit. Folgen der Einwanderung zwingen dazu. Sozialistische Träume von der Entmündigung von Familien werden wahr.



August 15, 2016

Schnipsel im August '16

Es sind wohl die Überreste eines Protestantismus in mir, die verhindern, dass ich auf das Gegebene stolz bin. Wie groß ich bin, welche Haar- oder Augenfarbe ich habe, oder welche Nationalität. Es wurde mir gegeben, ich nehme es an und bin dankbar, manches mag ich nicht. Aber stolz sein kann ich nur auf das Eigene, nicht auf das Gegebene. Doch wie viel baut das Eigene auf dem Gegebenen auf, gibt es überhaupt ein Eigenes ohne dem Gegebenen?


„Schau mich an, wenn ich mit dir rede“! Bestimmt die meisten von uns haben in ihrer Kindheit diesen Satz gehört, ich selbst habe ihn auch verwendet, meinen Kindern gegenüber. Es ist eine Aufforderung zum Kampf, ausgesprochen von dem der sich seiner Überlegenheit sicher ist.

August 05, 2016

Was geschieht im 21. Jahrhundert?

Ich habe Peter Sloterdijks neues Buch »Was geschah im 20. Jahrhundert?« [1] noch nicht gekauft oder gelesen, noch nicht mal verfolgt ob oder wie es das Feuilleton besprochen hat. Dies hole ich nun nach, muss selbst lesen, dem Feuilleton traue ich sowieso nicht, es kann in mir bestenfalls Interesse für etwas wecken, zum Beispiel dadurch, dass es ein Buch oder Stück verreißt.

In einer Buchbesprechung bei H/SOZ/KULT [2] ist der Sloterdijk nicht verrissen worden, aber es werden einige Punkte angesprochen, die mich, und sicherlich nicht nur mich, schon länger beschäftigen.

Juli 31, 2016

Schnipsel im Juli '16

Die CDU war ein Kind der alten Bundesrepublick, in einer bipolaren Welt verortet. Die neue Bipolarität, die zwischen Islam und der europäischen Welt, dazu gehören auch die Weltgegenden die das europäische Denken übernommen haben, wird von der Union ausgeblendet. Sie hat ihren Platz in der sich gewandelten geopolitischen Lage noch nicht gefunden und sucht ihn auch nicht. Sie spricht lieber von Globalisierung, das wirkt wie die verzweifelte Suche nach einer Rettungsweste auf einem untergehen Schiff. Die alte Bundesrepublik gibt es nicht mehr, sie war ein Kind der Zeit und der Umstände. Freilich lebt sie dem Anschein noch, wie die CDU auch, doch es sind mehr die Institutionen die sie künstlich am Leben erhalten. Und die Erinnerung an etwas was war, an die gegebenen Versprechungen.