November 28, 2016

Große Führer lieben nur ihre Ideologien, nie das Volk.

Robert McNamara fragte 1992, als er Fidel Castro traf, ob dieser
1. über die stationierten Atomwaffen auf Kuba während der Kubakrise informiert war?
2. Wenn ja, ob er geraten hätte diese im Angriffsfall einzusetzen? und
3. Was wäre dann aus Kuba geworden.

Fidel Castro antwortete:
„Ich wusste es.“
„Ich hätte es Chruschtschow nicht empfohlen, ich tat es.“
„.Kuba wäre vollständig vernichtet worden.“

(Quelle: »The Fog of War«)



Oktober 23, 2016

Das Unglück der Zeitspringer

Wer möchte es nicht manchmal tun, die Zeit zurückdrehen zu einem Punkt, an dem verhängnisvolle Fehlentscheidungen getroffen wurden. Die eigene Berufswahl möglicherweise, eine Ehe, ein Hauskauf. Reichsbürger scheinen auch solche Typen zu sein, die würden am liebsten das ganze 20. Jahrhundert überspringen, die Dinge die geschehen sind ungeschehen machen, um wieder an einem Punkt anknüpfen zu können, an dem die Geschichte einen anderen Weg nehmen könnte. Einen der alternativ zu den Realitäten denkbar wäre.

Oktober 15, 2016

Politische Korrektheit und das verkaufte Lachen

In einem Interview über Migration nach Deutschland, bei L.I.S.A. und unter der markanten Überschrift "Das Abendland verändert seine geistige und soziale Physiognomie", erwähnt Prof. Ferdinand Fellmann unter anderem, dass Stereotype durchaus hilfreich im Zusammenleben sind: „Die Gastarbeitermigration in den 1960er Jahren ist nicht vergleichbar mit der unkontrollierten Flüchtlingswelle aus Syrien und anderen Ländern aus dem nahen und fernen Osten, die zunächst Züge einer modernen Völkerwanderung aufwies. Bei den Gastarbeitern handelte es sich um überschaubare Gruppen aus Europa, deren Einordnung durch Stereotype erfolgte.“

Dann spricht er noch ein heißes Eisen an: Die verschiedenen Mentalitäten! Dies wird in der öffentlichen Diskussion weitestgehend ausgeblendet, weil, so Prof. Fellmann: „Die Mentalitätsdifferenz darf im öffentlichen Diskurs wegen der "political correctness" allerdings nicht ins Feld geführt werden, da man sich damit des Rassismus verdächtig machen würde.“

Oktober 04, 2016

Aberglaube und die Disziplin

„Seid vorsichtig mit dem Stollen, wenn einer zerbricht wird noch vor Weihnachten jemand in der Familie sterben.“

Meine Mutter ist abergläubig. Doch erst mal eine kurze Erklärung des Eingangszitates. Christstollen ist in Sachsen etwas besonderes und wurde zumindest früher, in den sechziger und siebziger Jahren, also während meiner Kindheit, in vielen Familien selbst gebacken. Bei uns lief das so ab, dass wir den Teig zu Hause herrichteten und dann zum Bäcker brachten, der ihn im Backofen buk. Schon im Herbst trafen die ersten Westpakete ein, mit so einigen Zutaten, solche die in der DDR Mangelwirtschaft mitunter nur schwer zu bekommen waren. Jedenfalls damals. Und selbst wenn es sie gegeben hätte, die Westzutaten waren sowieso besser, zumindest gefühlt.

September 30, 2016

Schnipsel im September '16

September '16, zweiter Teil

Der Geist steht links, aber rechts bewegt er sich.
(irgendwo aufgeschnappt)


Die CDU hat ihre historische Aufgabe erfüllt, die lag hauptsächlich im Management der Nachkriegszeit. Hat sie gut gemacht. Doch nun sucht sie eine neue Aufgabe und ist noch nicht fündig geworden.


Umvolkung! Ja, das Wort fühlt sich unangenehm an. Aber ist die Beschreibung des Vorgangs deswegen falsch? Jedes Wortverbot betrachte ich als einen Angriff auf mein Denken, als den Versuch mich zu konditionieren. Ich will nur wissen, ob der Begriff Umvolkung einen wirklichen Vorgang beschreibt? Existiert dieser Vorgang, stimmt meine Beobachtung? Dann ist das Wort auch legitim. Was interessiert mich das Denken entlang Geländern wie es so viele tun? Konotationen und Bedeutungen nennen sie es - ich kann es nicht mehr hören, es ist nur eine Denkfaulheit und die Angst vor einer Sache wie sie ist. Eigentlich ist es Feigheit im Denken.