Juli 28, 2016

Über den politischen Charakter des Koran

Dass der Islam eine politische Ideologie ist, wurde schon mehrfach gesagt. Dazu ist es hilfreich, ein bisschen was über den Anfang dieser Religion zu wissen. In einer wirklich sehenswerten Serie, die 2015 auf Arte lief, meint der französische Orientalist Guillaume Dye: „Die Geschichte des Koran ist nur zu verstehen, wenn man berücksichtigt, dass er ein extrem politischer Text ist. Das gilt sowohl für seinen Inhalt als auch auf die Art und Weise wie er eine Verbindung zwischen Gott und seinen Geschöpfen herstellt ...“



Juli 16, 2016

Fehler beim Hinschauen

Einer meiner Kollegen auf dem Bau pflegte über teilweise sich ungeschickt anstellende Lehrlinge zu sagen: „Der macht schon Fehler beim hingucken"! Abends in der Kneipe wurde dies auf alle möglichen Leute angewandt. Er liebte seinen Spruch, es verging wohl kaum ein Tag, an dem er ihn nicht brachte. Niemand blieb davon verschont, irgendwann traf dieser Vorwurf jeden, zu sehr hatte sich mein Kollege in die Worte und ihre Bedeutung verliebt, als dass er davon lassen konnte.

»Fehler beim hingucken«, sind, so wie er es meinte, das mangelnde Verständnis für die Problematik einer Sache. Als Praktiker und Mann der Tat beurteilte er die Erkenntnisfähigkeit einer Person am Ergebnis dessen was der Erkenntnis folgt. Die folgenden Handlungen verrieten ihm, ob jemand richtig hingeschaut hatte.

Juli 13, 2016

Schnipsel im Juli '16

„Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.“ sagt der Volksmund. Uns Esel ist es eben zu wohl geworden, sieht man nicht nur an der Energiepolitik. Die Verwurzelung mit dem Gegebenen wurde gekappt um schöne Wohlfühlträume leben zu können. Entweder wir wachen auf und verlassen schnell das Eis, oder es wird ein kaltes Erwachen aus den Träumen geben.
     Wird das Gegebene, von der Physik über die Ökonomie bis hin zu Mentalität und Charakter, ausgeblendet und verdrängt, wird es sich um so eindringlicher zurück melden je länger und tiefer der Traum ist. Dann gibt es kein sanftes Erwachen, sondern ein brutales. Dann, wenn der Esel im Eis eingebrochen ist, geht es nur noch ums überleben, dann träumt keiner mehr. Vielleicht brauchen Gesellschaften hin und wieder so etwas, damit sie wieder den festen Boden des Gegebenen wertschätzen.

Juli 12, 2016

Das Denken macht den Unterschied

Peter Heller schreibt in einem Beitrag für AchGut, dass die Religionen nicht zu Deutschland gehören. Auch beim zweiten lesen von Peters Text, mit ein paar Wochen Abstand, kann ich mich nicht damit anfreunden. Es liest sich wie ein Rechtfertigungstext, hauptsächlich getragen von einem Wunsch, sein Weltbild zu legitimieren. Peters größter Fehler dabei ist: Er blendet die Wirkmächtigkeit des Transzendenten aus, weil er meint, alle Entwicklung auf das Materielle beziehen zu können. Oft ist dies tatsächlich der ausschlaggebende Punkt, dennoch stehen am Anfang immer Träume und Wünsche die trotz ihres imaginären Charakters Begehrlichkeiten auslösen. Weshalb gerade dort wo die Menschen geopolitisch im Nachteil sind, Kräfte frei werden, die versuchen diesen Nachteil zu überwinden. Das ist konträr zu Peters These, dass Europa geopolitisch in einer bevorzugten Lage gewesen wäre. Das waren sie nicht, im Gegenteil.

Juli 07, 2016

Aus Blogs und Presse im Juli '16



Weiteres Zitat aus dem Gespräch (10:20min):

„Ich bin sehr sehr skeptisch, ob es uns gelingt, die Voraussetzungen zu schaffen, um den Euro auf Dauer zu halten. Die Voraussetzungen sind heute, das will ich klar und deutlich sagen, aus meiner Sicht nicht gegeben. Ob wir sie hinbekommen, ob die europäischen Staats- und Regierungschefs, die Finanzminister, Mechanismen entwickeln diese Eurozone so zu stabilisieren, dass sie sich selbst wieder trägt, und die Bedingungen schafft um eine einheitliche Währung auf Dauer zu erhalten, bin ich sehr sehr skeptisch.