Mittwoch, 16. April 2014

Bilder, wie sie die Energiewende malt

Im Dezember letzten Jahres berichtete Tritium im Science-Skeptical-Blog von einem grandiosem Projekt auf der Insel Pellworm, mit dem demonstriert werden soll, wie eine hundertprozentige Versorgung mit den sogenannten „Erneuerbaren Energien“ (NIE)⁽¹⁾ erreicht werden kann. Eine Modell soll geschaffen werden, welches, so der Wunsch, „sich auch in anderen Regionen anwenden“ lässt. Dass dies kommt, darf als ausgeschlossen gelten, denn Infos gibt es nur spärlich, und auf der Homepage schon gar nicht, und selbst das wenige was man sich vorgestellt hatte, scheint nicht zu funktionieren. Die Seite mit den Einspeisedaten ist permanent in Überarbeitung, und wenn sie dann doch einmal online ist, sind kuriose Daten zu sehen. „Wer sich auf die Suche nach konkreten Zahlen macht, hat es nicht leicht,“ schrieb Tritium. Geändert hat sich daran bis heute nichts.

Aber wenn es schon mit der Technik nicht klappt, hilft vielleicht die Phantasie weiter.

Dienstag, 15. April 2014

Nur so nebenbei

Soziologen, Politologen, Philosophen, Naturwissenschaftler jeglicher Art nicht zu vergessen, versuchen uns die Welt, oder die kleinen Dinge zu erklären. Für mich ist das aber jeweils immer nur so wie ein Blick durchs Schlüsselloch. Man sieht etwas, vermutet aber noch viel mehr, ja man weiß dass da noch viel mehr ist als was man sieht.

Wie schafft man es aber die Tür zu öffnen, um den Raum zu erfassen, nicht nur aus der Schlüssellochperspektive? Haben wir dafür die Kunst, oder den Roman? Vielleicht hat Barbara Villiger Heilig in der NZZ recht wenn sie meint: „wie grosse Literatur mit Stoffen und Ideen umgeht: nie explizit, sondern indem sie nach Tiefenstrukturen schürft und sie formal inszeniert.“

Mir scheint es so, so kommt man in den Raum. Beleuchten müssen wir ihn aber selbst, mit dem Licht welches in uns ist.

Samstag, 12. April 2014

Svenja Leiber, Akif Pirinçci, Markt und Wirklichkeit

Die Schriftstellerin Svenja Leiber beklagt sich im ZEIT-Interview: „In einem Literaturbetrieb, in dem es per Distinktion letztendlich doch um Geld geht, wird sich natürlich in Wirklichkeit angepasst.“

Was würde das denn für den kleinen Akif bedeuten? Der verdient ja jetzt ordentlich mit seinem neuen Buch. Hat er sich nun dem Literaturbetrieb angepasst, oder der Wirklichkeit des Literaturbetriebes?

Nein, natürlich nicht. Er beschreibt nur eine Wirklichkeit wie sie viele sehen, es sich aber nicht getrauen, diese Wirklichkeit auch in entsprechende Worte zu fassen, sondern ihre Worte einer gewünschten Wirklichkeit anpassen, die dann aber nicht mehr die empfundene ist, sondern eine kreierte. Typisches Problem von Political Correctness.

Das kümmert Akif offensichtlich nicht, was zur Folge hat, dass sich der Markt an die Wirklichkeit anpasst und diejenigen nun dumm aussehen lässt, die in ihrer Scheinwelt der Politcal Correctness leben.

Sonntag, 6. April 2014

Skeptiker sind „Aktivist Researchers“, Alarmisten ebenso

Fast der ganze Artikel über „Citizen Science“ oder „Laienwissenschaft“ von Gabriele Goettle in der taz besteht aus Zitaten von einem Mann: Dr. Dr. h. c. Peter Finke, emeritierter Professor für Wissenschaftssprach- und Kulturtheorie an der Universität Bielefeld, und der startet einen Frontalangriff auf die etablierte Wissenschaft, die seines Erachtens nach eher eine Wissenbürokratie geworden ist, und der freien Wissensaneignung entgegen steht. Er geht aber noch weiter, und setzt Laienwissen, oder Laienvermutungen als richtig der Profi-Wissenschaft gegenüber. Die Profis können es nicht wissen, weil ihnen die Zusammenhänge fehlen. Den Blick dafür aber glaubt Finke zu haben, und lässt sich dazu hinreißen, dass was seinen Vorstellungen nicht entspricht, wenn es von Spezialisten vorgetragen wird, es als falsch zu bezeichnen. Beispielsweise über Ökonomen sagt er:
Dabei sagen sie im Grunde immer das Gleiche, obwohl heute jeder Laie genau weiß, dass es falsch ist. Aber die Ökonomen sagen unverdrossen: mehr Wachstum!
Beeindruckend hierbei ist nicht, dass es tatsächlich eine breite Diskussion darüber gab, für was Wachstum gut ist, dies nahm sogar einen breiten Raum einer Enquetekommision des Bundestages ein, bei der die verschiedensten Sichtweisen erörtert wurden, sondern dass Laienwissen, oder Laienvermutung, über die Wissenschaft gesetzt wird: „obwohl heute jeder Laie genau weiß, dass es falsch ist.“ Eine solche Herangehensweise ist nicht Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erklärungen, sondern Besserwisserei ohne Grundlage.

Doch Finke bringt auch andere Beispiele von „Citizen Science“

Samstag, 29. März 2014

Russland: "Keinen Cent den Homos!"

Man sollte doch meinen, dass es bei der LINKEN noch genügend Leute gibt, die russisch verstehen. Um so verwunderlicher ist es, dass gerade sie hierzulande die größten Putin-Versteher abgeben. Denn das was in russischen Medien Mainstream zu sein scheint, muss man als chauvinistisch und eigentlich auch faschistisch nennen. Ein Bericht von Alissa Ganijewa ist nun auch auf deutsch in der WELT erschienen, in dem ziemlich schonungslos über die derzeitigen obrigkeitshörigen Medien in Russland berichtet wird.
Im ersten Programm läuft der pathetische Dokumentarfilm "Ich liebe den Tyrannen", der zeigt, wie Stalin das Land vor dem Söldner Trotzki rettete, der bekanntlich den Zerfall Russlands betrieb. Im nächsten klärt man, untermalt von unheilvoller Musik, die Zuschauer darüber auf, dass das FBI den Aufstand vom Maidan geplant habe, um die Ukraine zu zerstören und Russland zu schaden. Im dritten werden die Teilnehmer der Moskauer Antikriegsdemonstration diffamiert, die gegen die russische Aggression auf der Krim protestiert haben.
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Donnerstag, 27. März 2014

North Dakota: Exorbitante Einkommenssteigerungen durch Fracking

„Wir freuen uns über das Wirtschaftwachstum in allen Regionen des Landes und der Einkommenszuwachs betrifft nahezu alle Branchen." Das sagte der Gouverneur von North Dakota (ND), Jack Dalrymple. Woran das liegt, ist jedem im Lande klar. ND ist nun der zweitgrößte Ölproduzent in den USA, nach Texas, und beim Einkommen auf die dritte Stelle, nach Conneticut und Washington D.C., vorgerückt. In 10 Jahren hat sich dort das Einkommen fast verdoppelt. Und es sind nicht nur einige wenige Profiteure die am Ölboom verdienen, so wie hierzulande nur einige wenige am Wind- oder Solarernergieboom profitiert haben, nein, in ND betrifft es nahezu alle Branchen. Allein im im letzten Jahr stieg das Einkommen um 7,6 Prozent und war damit um 5% höher als der durchschnittliche Einkommenszuwachs in den USA.

Nun ist in den Nachrichten zu hören, dass Angela Merkel geäußert hat: „Es wird eine neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik geben“. Grund ist aber nicht die durch das EEG und die sogenannten Erneuerbaren Energien ausgelöste Schwindsucht in deutschen Geldbeuteln, sondern die Erkenntnis, dass man sich von russischen Energielieferungen unabhängig machen möchte.